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Depressions-Test

Dieser Selbsttest nutzt den PHQ-9, einen kurzen und weltweit anerkannten Fragebogen zu depressiven Beschwerden in den letzten zwei Wochen. Er stellt keine Diagnose, kann dir aber in Ruhe zeigen, wie belastet du dich gerade fühlst und ob ein Gespräch mit einem Arzt sinnvoll sein könnte.

Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ-9)

Wie oft fühlten Sie sich im Verlauf der letzten 2 Wochen durch die folgenden Beschwerden beeinträchtigt?

9 Fragenca. 2 Minanonym, Auswertung im Browserkeine Diagnose

Was misst der PHQ-9?

Der PHQ-9 (Gesundheitsfragebogen für Patienten) ist eines der international am weitesten verbreiteten Screening-Instrumente für depressive Beschwerden. Er besteht aus neun Fragen zu den Kernsymptomen einer depressiven Episode, etwa Interessenverlust, gedrückte Stimmung, Schlaf, Energie und Konzentration, jeweils bezogen auf die letzten zwei Wochen. Jede Frage wird nach Häufigkeit von 0 bis 3 bewertet, sodass eine Summe zwischen 0 und 27 entsteht. Ab einem Wert von 10 gelten die Beschwerden als klinisch relevant. Grob unterscheidet man dabei leichte, mittlere und schwere Ausprägungen. Ob ein Fragebogen wirklich das misst, was er messen soll, ist eine Frage der Validität.

Was bedeutet das Ergebnis?

Der PHQ-9 ist ein Screening und keine Diagnose. Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch, dass du an einer Depression erkrankt bist, denn die Beschwerden können viele Ursachen haben und ändern sich oft mit der Lebenssituation. Wenn du dich über längere Zeit belastet fühlst, ist der nächste ruhige Schritt ein Gespräch beim Hausarzt oder in einer psychotherapeutischen Praxis. Dort lässt sich in Ruhe einordnen, was dir gerade hilft. Das Ergebnis hier kann dir dafür Worte und einen konkreten Anlass geben.

Wenn es dir gerade schwerfällt

Wenn dich dunkle Gedanken belasten oder du das Gefühl hast, nicht mehr weiterzuwissen, ist ein Gespräch ein sinnvoller nächster Schritt. Die TelefonSeelsorge ist kostenlos und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Quelle

Kroenke K, Spitzer RL, Williams JBW. The PHQ-9: Validity of a Brief Depression Severity Measure. Journal of General Internal Medicine, 2001. Der PHQ-9 wurde von Pfizer entwickelt und ist frei nutzbar.

Häufige Fragen

Was bedeutet mein PHQ-9-Wert?

Der Wert reicht von 0 bis 27. Ab 10 gelten die Beschwerden als klinisch relevant, mit Stufen für leicht, mittel, mittelschwer und schwer. Der Wert misst den Schweregrad der Symptome, nicht ob eine Depression vorliegt.

Der Test hat nach Suizidgedanken gefragt, was nun?

Wenn dich dunkle Gedanken belasten, hol dir bitte Unterstützung. Die TelefonSeelsorge ist kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111 erreichbar. Bei unmittelbarer Gefahr wähle 112.

Ersetzt der PHQ-9 den Arzt?

Nein. Der PHQ-9 ist ein Screening. Ein erhöhter Wert kann viele Ursachen haben. Der nächste ruhige Schritt ist ein Gespräch beim Hausarzt oder in einer psychotherapeutischen Praxis.

Depression oder Burnout?

Die Beschwerden überschneiden sich stark: Erschöpfung, innere Leere, Konzentrationsprobleme und Antriebslosigkeit gibt es bei beidem. Grob beobachtet hängt Burnout enger an einer konkreten Überlastung, während eine Depression alle Lebensbereiche erfassen kann und sich oft in tiefer Niedergeschlagenheit, Schuldgefühlen oder dem Verlust von Freude an fast allem zeigt. Diese Grenze ist aber unscharf, eine Depression kann auch stark arbeitsbezogen erlebt werden. Der PHQ-9 misst die Schwere depressiver Symptome, nicht die Ursache, und weder dieser Wert noch der Burnout-Check leisten die Unterscheidung zwischen Burnout und Depression. Wichtig ist vor allem, dass schwere, anhaltende oder von dunklen Gedanken begleitete Beschwerden fachlich abgeklärt gehören, unabhängig davon, wie stark sie mit der Arbeit zusammenhängen. Der Burnout-Test beschreibt zusätzlich, wie sich deine Belastung entlang der Arbeitsdimensionen verteilt.

Depression oder bipolare Störung?

Der PHQ-9 erfasst nur die depressive Seite. Bei einer bipolaren Störung wechseln sich die Tiefs mit Phasen ab, in denen Antrieb, Stimmung und Tempo ungewöhnlich hochfahren, du wenig Schlaf brauchst und viel gleichzeitig anfängst. Diese Hochphasen werden oft nicht als Problem erlebt und deshalb im Gespräch vergessen, gerade dann sind sie aber wichtig. Wenn du solche Wechsel bei dir kennst, beschreibt der Bipolar-Test (MDQ) eine zusätzliche Symptomdimension. Er ist aber ein grobes Screening, das eine bipolare Störung, besonders die leichtere Bipolar II, nicht sicher ausschließt, und der PHQ-9 unterscheidet unipolare und bipolare Depression nicht. Diese Unterscheidung verändert die Behandlung und gehört in fachliche Hände.

Bin ich schuld an meiner Depression?

Nein. Eine Depression ist eine Erkrankung, keine Frage von Willensstärke oder Charakter. Sie entsteht aus einem Zusammenspiel von Veranlagung, Belastungen und Lebensumständen, das niemand bewusst herbeiführt. Der Gedanke, selbst schuld zu sein, ist oft schon ein Symptom der Depression und nicht die Wahrheit über dich. Genau deshalb hilft ein Blick von außen, in der Hausarztpraxis oder einer psychotherapeutischen Praxis.

Können körperliche Ursachen ähnliche Beschwerden machen?

Ja. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und gedrückte Stimmung können auch körperliche Auslöser haben, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel, bestimmte Medikamente oder anhaltenden Schlafmangel. Der PHQ-9 kann das nicht unterscheiden. Deshalb gehört zu einem erhöhten Wert ein Gespräch in der Hausarztpraxis, wo sich solche Ursachen mit einfachen Untersuchungen abklären lassen.

Auswertung: Was die Punktzahl bedeutet

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0-4 minimal minimaler Bereich. Belastende Einzelsymptome oder eine auffällige Antwort auf das Sicherheitsitem sind damit nicht ausgeschlossen.
5-9 leicht leichte Symptomlast.
10-14 mittel am oder über dem üblichen Grenzwert (10), fachliche Abklärung empfohlen.
15-19 mittelschwer mittelschwere Symptomlast.
20-27 schwer schwere Symptomlast.

Schweregrad-Bänder nach dem veröffentlichten Fragebogen. Ein Screening ist eine Orientierung und ersetzt keine Diagnose.

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Geprüft vom Redaktionsteam

Angaben zu Instrument, fachlicher Grundlage und Grenzen geprüft. Stand: Juli 2026. Unabhängig, anonym nutzbar, keine Diagnose.

Nach dem Test

Ein Ergebnis zu Depression ist ein Hinweis, kein Urteil. Notiere dir, was auffällig war, und nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, wenn du ärztlich, psychotherapeutisch oder diagnostisch abklären lässt.

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