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Burnout-Test

Zwölf Fragen zu Erschöpfung, innerer Distanz und Leistungsabfall. Der Test ist bewusst ein Selbstcheck, kein klinisches Diagnoseinstrument.

Burnout-Selbstcheck

Wie häufig traf das in den letzten vier Wochen auf Sie zu?

12 Fragenca. 2 Minanonym, Auswertung im Browserkeine Diagnose

Was wird erfasst?

Der Check bündelt drei typische Bereiche: körperlich-mentale Erschöpfung, emotionale Distanz oder Zynismus und das Gefühl nachlassender Leistungsfähigkeit.

Einordnung

Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch Burnout. Er zeigt aber, dass Belastung, Erholung und Arbeitsumfeld ernsthaft angeschaut werden sollten.

Quellen

Orientiert an der Burnout-Literatur, u.a. Kristensen TS et al. The Copenhagen Burnout Inventory. Work & Stress, 2005. Diese Seite reproduziert weder MBI noch CBI.

ADHS und Burnout: warum sich beides ähnelt

Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, das Gefühl, ständig hinterherzulaufen: Burnout und ADHS teilen sich viele Symptome, deshalb werden sie oft verwechselt. Der Unterschied liegt vor allem im Verlauf. Ein Burnout wächst meist aus einer konkreten, länger anhaltenden Überlastung und bessert sich, wenn Belastung und Erholung wieder ins Gleichgewicht kommen. ADHS-Muster wie Ablenkbarkeit, Aufschieben und innere Unruhe bestehen dagegen schon lange, oft seit der Kindheit, und zeigen sich unabhängig von der aktuellen Arbeitslast. Gerade Menschen mit unerkannter ADHS geraten häufiger in einen Erschöpfungszustand, weil das ständige Kompensieren im Alltag zehrt. Wenn Sie die Schwierigkeiten auch außerhalb stressiger Phasen kennen, gibt der ADHS-Test zusätzlichen Aufschluss.

Häufige Fragen

Ist Burnout eine medizinische Diagnose?

Nach der WHO ist Burnout ein arbeitsbezogenes Phänomen, keine eigenständige medizinische Diagnose. Seine Symptome überschneiden sich stark mit Depression, deshalb gehört ein hoher Wert fachlich eingeordnet.

Ist der Test der MBI?

Nein. Es ist ein eigener Orientierungs-Check entlang der drei WHO-Dimensionen, bewusst keine Reproduktion des lizenzpflichtigen MBI.

ADHS oder Burnout, wie unterscheide ich das?

Beides führt zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und dem Gefühl, nicht mehr hinterherzukommen, deshalb werden sie leicht verwechselt. Ein grober Anhaltspunkt ist der Verlauf: Burnout wird meist mit einer konkreten Überlastungsphase verbunden, ADHS-Muster wie Ablenkbarkeit und Aufschieben bestehen oft schon lange. Dieser Anhaltspunkt ersetzt keine Abklärung, beides kann zusammen vorkommen und sich gegenseitig verstärken. Der ADHS-Test beschreibt eine zusätzliche Symptomdimension, keine Entscheidung zwischen beidem.

Burnout oder Depression?

Wenn du dich ausgebrannt fühlst, ist die wichtigste Frage nicht das richtige Etikett, sondern wie weit es reicht. Grob beobachtet bessert sich Burnout eher, wenn du wirklich abschalten und dich erholen kannst, während eine Depression oft auch in Pausen, im Urlaub und außerhalb der Arbeit bestehen bleibt. Verlässlich ist diese Beobachtung aber nicht, denn auch eine Depression kann stark an der Arbeit hängen. Dieser Check ordnet die Belastung entlang der WHO-Dimensionen ein, und weder er noch der PHQ-9 unterscheiden klinisch zwischen Burnout und Depression. Der Depressions-Test beschreibt zusätzlich die Schwere depressiver Symptome. Schwere, anhaltende oder von dunklen Gedanken begleitete Beschwerden gehören unabhängig vom Arbeitsbezug fachlich abgeklärt.

Stress oder Burnout?

Der Übergang ist fließend, es geht um den Grad, nicht um ein klares Entweder-oder. Bei Stress schwankt die Belastung, mit Erholung fängst du dich wieder und kannst dir vorstellen, dass es besser wird. Beim Burnout ist die Erschöpfung tiefer und hält an, dazu kommen oft Zynismus gegenüber der Arbeit und das Gefühl, nichts mehr zu schaffen, auch nach dem Wochenende. Kein einzelner Check kann diese Linie ziehen, und auch eine Depression kann hinter anhaltender Erschöpfung stecken. Der Stress-Test beschreibt die aktuelle Belastung als zusätzliche Dimension, er entscheidet nicht zwischen Stress und Burnout.

Was ist Mama-Burnout oder Eltern-Burnout?

Eltern-Burnout beschreibt eine tiefe Erschöpfung aus der Dauerbelastung durch Kinder und Verantwortung, oft ohne Feierabend und ohne echte Pause. Typisch sind das Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen, emotionale Distanz zum Kind und das Ausgelaugtsein schon am Morgen. In der Forschung wird das als eigenes Konzept mit eigenen Fragebögen untersucht. Dieser Check misst das nicht: Er ist am arbeitsbezogenen Burnout ausgerichtet, das die WHO ausdrücklich auf den beruflichen Kontext begrenzt, und lässt sich nicht auf die Elternrolle übertragen. Wenn die Belastung anhält, ist Unterstützung kein Versagen, sondern sinnvoll, etwa in der Hausarztpraxis oder einer Beratungsstelle.

Wann sollte an eine körperliche Ursache gedacht werden?

Wenn die Erschöpfung stark im Vordergrund steht und sich mit Erholung nicht bessert, lohnt sich ein Blick auf den Körper. Eine Schilddrüsenunterfunktion, Eisen- oder Vitamin-D-Mangel, ein gestörter Schlaf oder eine Infektion können ähnlich müde und antriebslos machen. Dieser Check erfasst das nicht. Ein einfaches Gespräch in der Hausarztpraxis klärt solche Ursachen mit ab.

Auswertung: Was die Punktzahl bedeutet

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0-21 niedrig niedrige Belastung in diesem Selbstcheck.
22-31 mittel einzelne Anzeichen (Orientierung, kein validierter Grenzwert).
32-48 hoch hohe Belastung, ein Anlass zur Entlastung.

Redaktionelle Orientierung für diesen Selbstcheck. Für diese Bereiche bestehen keine validierten Grenzwerte, es ist keine Diagnose.

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Geprüft vom Redaktionsteam

Angaben zu Instrument, fachlicher Grundlage und Grenzen geprüft. Stand: Juli 2026. Unabhängig, anonym nutzbar, keine Diagnose.

Nach dem Test

Ein Ergebnis zu Burnout ist ein Hinweis, kein Urteil. Notiere dir, was auffällig war, und nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, wenn du ärztlich, psychotherapeutisch oder diagnostisch abklären lässt.

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