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ADHS-Test für Erwachsene

Dieser Selbsttest nutzt die ASRS v1.1, einen von der WHO entwickelten und wissenschaftlich validierten Fragebogen zu ADHS im Erwachsenenalter. Er ersetzt keine Diagnose, kann aber eine erste Orientierung geben, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.

ADHS bei Frauen? ADHS zeigt sich bei Frauen oft leiser: innere Unruhe, Verträumtheit, viel Kompensation. Dafür gibt es eine eigene Seite mit Test und Reflexionsfragen. Zum ADHS-Test für Frauen →

Adult ADHD Self-Report Scale

Bitte geben Sie an, wie oft Sie die folgenden Symptome in den letzten 6 Monaten erlebt haben.

18 Fragenca. 3 Minanonym, Auswertung im Browserkeine Diagnose

Was misst der ASRS?

Die ASRS v1.1 (Adult ADHD Self-Report Scale) wurde von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt und umfasst 18 Aussagen mit einer Häufigkeitsskala. Sie deckt die beiden Kernbereiche von ADHS ab, Unaufmerksamkeit sowie Hyperaktivität und Impulsivität. Die ersten sechs Fragen (Part A) gelten als die aussagekräftigsten und dienen als Screening. Sind hier vier oder mehr Antworten auffällig, ist eine weitere Abklärung sinnvoll.

Was bedeutet das Ergebnis?

Ein auffälliges Screening-Ergebnis heißt nicht, dass du ADHS hast, und ein unauffälliges schließt es nicht sicher aus. Das ist eine Frage der Sensitivität und Spezifität des Fragebogens. Der Test bildet nur eine Momentaufnahme ab. Eine ADHS-Diagnostik braucht mehr, unter anderem eine ausführliche Anamnese, die bis in die Kindheit zurückreicht, da die Symptome bereits dort angelegt sein müssen. Eingeordnet wird das im persönlichen Gespräch, idealerweise von einer auf Erwachsene spezialisierten Stelle. Der Test kann dir aber Worte und einen konkreten Anlass geben, dieses Gespräch zu suchen.

Für wen ist der Test gedacht?

Für Erwachsene, die bei sich selbst seit Längerem Muster bemerken, etwa Schwierigkeiten mit der Konzentration, eine anhaltende innere Unruhe, ständiges Aufschieben von Aufgaben oder häufige Vergesslichkeit, und die wissen möchten, ob eine Abklärung sinnvoll ist. Für Kinder gelten andere Instrumente.

ADHS bei Frauen

ADHS bei Frauen kann weniger sichtbar wirken: eher verträumt, innerlich unruhig oder stark kompensiert als offen hibbelig. Wer so kompensiert, kann in einem Screening unauffällig wirken und trotzdem im Alltag deutlich beeinträchtigt sein. Wenn du dich darin wiedererkennst, lies die Einordnung zum ADHS-Test für Frauen.

Konzentrationsschwäche bei Erwachsenen testen

Viele kommen zu diesem Test, weil sie bei sich eine Konzentrationsschwäche bemerken: Gedanken schweifen ab, Aufgaben bleiben liegen, Gelesenes muss mehrfach gelesen werden. Der ASRS fragt genau danach und ist deshalb ein guter erster Schritt. Wichtig ist die Einordnung: Konzentrationsprobleme sind ein Symptom, keine Diagnose, und sie haben viele mögliche Ursachen. Schlafmangel, Dauerstress, eine Depression, eine Schilddrüsenstörung oder auch schlicht Überlastung können sich sehr ähnlich anfühlen wie ADHS. Für ADHS spricht eher, wenn die Schwierigkeiten seit der Kindheit bestehen und in vielen Lebensbereichen auftreten, nicht nur in einer besonders stressigen Phase. Ein auffälliges Ergebnis ist ein Anlass, die Ursache in Ruhe ärztlich abklären zu lassen.

Quelle

Kessler RC, Adler L, Ames M, et al. The World Health Organization Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS): a short screening scale for use in the general population. Psychological Medicine, 2005. Die ASRS v1.1 wurde im Auftrag der WHO entwickelt und ist frei verfügbar.

Häufige Fragen

Ist der ADHS-Test kostenlos und anonym?

Ja. Der Test ist vollständig kostenlos, verlangt keine Anmeldung und wird komplett in deinem Browser ausgewertet. Es werden keine Antworten gespeichert oder übertragen.

Kann dieser Test eine ADHS-Diagnose ersetzen?

Nein. Der ASRS v1.1 ist ein Screening, keine Diagnose. Ein positives Ergebnis ist ein Hinweis, dass eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein kann. Die Diagnose stellt eine Fachperson im Gespräch und mit Blick auf deine Vorgeschichte.

Was bedeutet ein positives Ergebnis im Teil A?

Vier oder mehr auffällige Antworten in den ersten sechs Fragen (Teil A) gelten als positives Screening. Das heißt, deine Antworten ähneln denen von Erwachsenen mit später bestätigter ADHS, ist aber kein Beweis für ADHS.

Kann ich mit dem Test eine Konzentrationsschwäche als Erwachsener prüfen?

Teilweise. Der ASRS fragt gezielt nach Konzentration, Vergesslichkeit und dem Zu-Ende-Bringen von Aufgaben, deshalb ist er ein guter Einstieg, wenn du an dir eine Konzentrationsschwäche bemerkst. Er misst diese aber im Rahmen von ADHS. Konzentrationsprobleme haben viele Ursachen, etwa Schlafmangel, Stress, Depression oder eine Schilddrüsenstörung. Ein auffälliges Ergebnis ist ein Hinweis, die Ursache ärztlich abklären zu lassen, keine Diagnose.

Wie äußert sich ADHS bei Frauen?

Bei Frauen zeigt sich ADHS oft weniger durch sichtbare Hyperaktivität und mehr als innere Unruhe, Gedankenkreisen, Vergesslichkeit und schnelle Erschöpfung. Viele haben früh gelernt, sich anzupassen und ihre Schwierigkeiten zu verbergen, deshalb wird die Diagnose später gestellt oder ganz übersehen. Der ASRS fragt beide Ausprägungen ab, ein unauffälliger Wert schließt ADHS aber nicht sicher aus.

ADHS oder Autismus, wie lässt sich das unterscheiden?

Beides kann zu Konzentrationsproblemen, Reizüberflutung und sozialen Schwierigkeiten führen, deshalb werden sie leicht verwechselt und treten oft zusammen auf. Grob liegt der Unterschied im Schwerpunkt: Bei ADHS stehen Aufmerksamkeit, Impulsivität und ein unruhiger Antrieb im Vordergrund, bei Autismus eher der Wunsch nach Routinen und eine andere Art, soziale Signale zu verarbeiten. Ein Fragebogen kann das nicht sauber trennen, das gehört in eine fachliche Abklärung. Wenn du dich in beidem wiedererkennst, lohnt sich zusätzlich der Autismus-Test.

ADHS oder eher Stress und Erschöpfung?

Eine hohe Belastung kann dieselben Beschwerden machen wie ADHS: Du verlierst den Faden, vergisst Dinge und bringst nichts zu Ende. Der Unterschied liegt vor allem im Verlauf. Stress und Erschöpfung entstehen meist aus einer bestimmten Phase und bessern sich, wenn die Last nachlässt, während ADHS-Muster schon lange bestehen und unabhängig von der Arbeitslage auftreten. Das ist aber nur eine grobe Verlaufsbeobachtung, auch eine Depression oder andere Ursachen können dahinterstecken, und beides kann zusammen vorkommen. Der ASRS kann das nicht trennen. Der Stress-Test und der Burnout-Test beschreiben zusätzliche Belastungsdimensionen, ersetzen aber keine Abklärung.

Kann ein niedriger ASRS-Wert ADHS ausschließen?

Nein. Ein unauffälliger Wert macht ADHS unwahrscheinlicher, schließt es aber nicht sicher aus. Manche Menschen gleichen ihre Schwierigkeiten mit viel Aufwand aus oder erkennen sie im Selbstbericht schlecht wieder. Wenn dich die Symptome im Alltag deutlich belasten, ist eine fachliche Abklärung trotzdem sinnvoll.

Auswertung: Was die Punktzahl bedeutet

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0-2 unter dem Grenzwert Part-A-Wert unter dem Screening-Grenzwert. Schließt ADHS nicht aus.
3 nahe am Grenzwert Part-A-Wert knapp unter dem Grenzwert.
4-6 am oder über dem Grenzwert Am oder über dem Screening-Grenzwert (4 von 6). Kein Nachweis, fachliche Abklärung kann sinnvoll sein.

Der Screening-Grenzwert stammt aus dem Fragebogen, die weitere Abstufung ist eine redaktionelle Orientierung. Keine Diagnose.

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Geprüft vom Redaktionsteam

Angaben zu Instrument, fachlicher Grundlage und Grenzen geprüft. Stand: Juli 2026. Unabhängig, anonym nutzbar, keine Diagnose.

Nach dem Test

Ein Ergebnis zu ADHS ist ein Hinweis, kein Urteil. Notiere dir, was auffällig war, und nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, wenn du ärztlich, psychotherapeutisch oder diagnostisch abklären lässt.

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