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Zwangsstörungs-Test

Dieser Selbsttest nutzt den OCI-R, ein kurzes, wissenschaftlich validiertes Screening für Zwangssymptome. Er ersetzt keine Diagnose, kann aber eine erste Orientierung geben, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.

Obsessive-Compulsive Inventory-Revised (OCI-R)

Wie sehr haben Sie die folgenden Erfahrungen im letzten Monat belastet?

18 Fragenca. 3 Minanonym, Auswertung im Browserkeine Diagnose

Was misst der OCI-R?

Der OCI-R (Obsessive-Compulsive Inventory-Revised) umfasst 18 Aussagen, die typische Zwangssymptome abbilden. Erfasst werden sechs Bereiche: Waschen und Reinigen, Kontrollieren, Ordnen, belastende Zwangsgedanken, Horten sowie das gedankliche Neutralisieren. Für jede Aussage geben Sie auf einer Skala von 0 bis 4 an, wie stark Sie das im letzten Monat belastet hat. Daraus ergibt sich ein Summenwert zwischen 0 und 72.

Was bedeutet das Ergebnis?

Der OCI-R ist ein Screening und keine Diagnose. Ab einem Summenwert von 21 Punkten liegt das Ergebnis auf oder über dem klinischen Grenzwert, ab dem eine weitere Abklärung empfohlen wird. Ein hoher Wert bedeutet nicht zwingend, dass eine Zwangsstörung vorliegt, und ein niedriger Wert schließt sie nicht sicher aus. Der Test bildet nur eine Momentaufnahme ab. Eine verlässliche Einordnung gelingt erst im persönlichen Gespräch mit einer fachkundigen Stelle, etwa bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. Der Test kann Ihnen aber Worte und einen konkreten Anlass geben, dieses Gespräch zu suchen.

Für wen ist der Test?

Für Erwachsene, die bei sich seit Längerem wiederkehrende Gedanken oder Handlungen bemerken, die viel Zeit kosten oder belasten. Dazu zählen etwa wiederholtes Kontrollieren, ausgiebiges Waschen, ein starkes Bedürfnis nach Ordnung und Symmetrie, aufdrängende unangenehme Gedanken oder das Anhäufen von Dingen. Wenn solche Muster den Alltag einschränken, kann der Test eine erste Orientierung geben.

Quelle

Foa EB, Huppert JD, Leiberg S, Langner R, Kichic R, Hajcak G, Salkovskis PM. The Obsessive-Compulsive Inventory: development and validation of a short version (OCI-R). Psychological Assessment, 2002. Deutsche validierte Fassung: Gönner S, Leonhart R, Ecker W, 2008. Der OCI-R ist für die nicht-kommerzielle und klinische Nutzung frei verfügbar.

Häufige Fragen

Ab welchem OCI-R-Wert ist eine Abklärung sinnvoll?

Der klinische Grenzwert liegt bei 21 von 72 Punkten. Ab diesem Wert ähneln die Antworten denen von Menschen mit diagnostizierter Zwangsstörung.

Jeder kontrolliert doch mal die Tür, ist das schon Zwang?

Nein. Zwangsgedanken und kleine Rituale gehören zum normalen Leben. Zur Störung werden sie, wenn die Gedanken belasten, die Rituale viel Zeit kosten und ihr Unterlassen starke Angst auslöst.

Auswertung: Was die Punktzahl bedeutet

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0-13 unter dem Grenzwert unter dem klinischen Grenzwert (21).
14-20 nahe am Grenzwert nahe am klinischen Grenzwert.
21-72 am oder über dem Grenzwert am oder über dem klinischen Grenzwert (21). Kein Nachweis, fachliche Abklärung sinnvoll.

Der Screening-Grenzwert stammt aus dem Fragebogen, die weitere Abstufung ist eine redaktionelle Orientierung. Keine Diagnose.

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Geprüft vom Redaktionsteam

Angaben zu Instrument, fachlicher Grundlage und Grenzen geprüft. Stand: Juli 2026. Unabhängig, anonym nutzbar, keine Diagnose.

Nach dem Test

Ein Ergebnis zu Zwangssymptome ist ein Hinweis, kein Urteil. Notiere dir, was auffällig war, und nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, wenn du ärztlich, psychotherapeutisch oder diagnostisch abklären lässt.

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